Grundprinzip | Prämien |

Fairhandlung.com - fairer Handel

Der faire Handel ist zu einem wichtigen Bestandteil der Entwicklungshilfe geworden und sollte auf jeden Fall noch weiter ausgeweitet werden. Die Fairtrade – Standards werden von der FLO, der Fairtrade Labelling Organisations International, sowie der ISEAL, der International Social and Environmental Accreditation and Labelling Alliance bestimmt. Er besteht aus 3 wichtigen Grundsäulen, die im Fairtrade im Mittelpunkt stehen und deren Voraussetzungen erfüllt werden müssen, um für das begehrte Fairtrade Label zugelassen zu werden.

Die erste Grundsäule, die eine wichtige Rolle spielt, für die Zulassung eines Anbaubetriebs in das Fairtrade – System, ist seine soziale Entwicklung. Somit müssen sich die Kleinbauern der einzelnen Anbaugebiete zu einer leistungsstarken Gemeinschaft zusammenschließen, in der jedes Mitglied ein demokratisches und gleichwertiges Mitbestimmungsrecht erhält. Es darf weder Diskriminierung noch eine Beschäftigung von Kindern stattfinden. Fairtrade- Gemeinschaften erlauben ihren Mitgliedern ein uneingeschränktes Versammlungsrecht, bieten Möglichkeiten zur Weiterbildung sowie eine gesundheitliche Grundversorgung. Diese Grundsäule beruht auf demokratischen Grundprinzipien, die für uns in Deutschland bereits schon lange selbstverständlich sind.


Prämien

Die zweite wichtige Grundsäule, die für die Fairtrade – Bewertung eine wichtige Rolle spielt ist die ökonomische Entwicklung. Fairtrade – Händler garantieren den Produzenten die Zahlung eines Mindestpreises und/oder einer Prämie, die den Bauern und Plantagen-Besitzern nicht nur eine bessere finanzielle Unterstützung ihrer Familien bietet, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Lebenssituation aller Einwohner dieser Gemeinschaft leistet. Hierbei werden nicht nur örtliche soziale Projekte unterstützt, sondern auch beschäftigte Arbeitnehmer- und Arbeitnehmerinnen. Benötigt ein Bauer eine Vorfinanzierung seiner Ernte ist diese ebenfalls vom zuständigen Fairtrade – Händler zu gewähren. Dies ermöglicht den Produzenten nicht nur ihre eigene Familie zu stärken, sondern auch anderen Menschen eine gesicherte Zukunft zu bieten.

Der dritte wichtige Bestandteil einer Fairtrade – Handelsbeziehung ist die ökologische Grundsäule, die ebenfalls eine wichtige Rolle spielt. Somit ist es Fairtrade – Produzenten der Einsatz von chemischen Produkten zur Düngung oder Schädlingsbekämpfung nur bedingt erlaubt. Der Einsatz von Gentechnik ist strikt untersagt. Besonders beliebt sind Kleinbauern oder Organisationen, die sich dem rein biologischen Anbau verschrieben haben. Sie erhalten nicht nur höhere Marktpreise für ihre Produkte, sondern werden besonders gefördert.

In Deutschland schwören viele Bio-Hersteller auf biologisch angebaute Produkte des Fairtrade – Handels. Große Öko-Firmen, wie Weleda, Dr Hauschka oder The Body Shop beziehen ihre Rohstoffe ausschließlich aus rein biologischem Anbau und unterstützen viele Projekte des Fairtrades. Dies kommt nicht nur den betreffenden Bio-Kleinbauern zugute sondern auch den zahlreichen Verbrauchern, die beim Einkauf immer häufiger zu Bio-Produkten greifen. Fairness gegenüber den Produzenten, sowie ein hoher Qualitätsanspruch hinsichtlich der hergestellten Naturprodukte stehen dabei für jeden Hersteller im Mittelpunkt.